Innere Unruhe & Ursachen

Was man gegen innere Anspannung tun kann

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Ständige Nervosität, Gereiztheit und Anspannung: Innere Unruhe macht sich in vielen Situationen bemerkbar. Zu dem unbestimmten Gefühl prasseln oftmals weitere Auswirkungen auf unseren Körper ein – in Form von Verspannungen, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen. Erfahren Sie hier, wie Sie den Ursachen innerer Unruhe auf den Grund gehen können und was wirklich hilft.

 

Erfahren Sie mehr über innere Unruhe:

  • Was ist innere Unruhe?
  • Was sind häufige Ursachen für innere Unruhe?
  • Innere Unruhe nach dem Essen?
  • Was hilft bei innerer Unruhe?

 

Was ist innere Unruhe?

Angst ist grundsätzlich ein überlebenswichtiger Instinkt. Bei Gefahr ist unser vegetatives Nervensystem auf Flucht ausgerichtet, Stresshormone werden ausgeschüttet und unser Puls steigt. Auch wenn die Gefahren heute anderer Natur sind, so kennt jeder das Gefühl unbestimmter Angst, Nervosität, Anspannung und innerer Unruhe. Ursachen dafür können sehr vielfältig sein. Neben körperlichen oder psychischen Ernkrankungen als Ursachen innerer Unruhe ist vor allem Stress eine der Nervositäts-Ursachen.

Der mangelnde Ausgleich zwischen Anspannung und Entspannung resultiert in kreisenden Gedanken, innerem Druck und raubt einem manchmal den letzten Nerv. Wir sind nervös, getrieben, ungeduldig und gleichzeitig müde, erschöpft und kraftlos. Die Unfähigkeit, zur Ruhe zu kommen, macht sich schließlich auch körperlich bemerkbar.

Dennoch gibt es viele Möglichkeiten, über die Beseitigung der Ursachen innerer Unruhe die eigene Gelassenheit zurück zu erlangen – sei es über Stressreduktion, Veränderung von Lebens- und Essgewohnheiten oder die ärztliche Behandlung einer Grunderkrankung. 

Innere Unruhe äußert sich häufig durch folgende körperliche Symptome:

Frau mit innerer Unruhe
  • Hoher Puls

  • Kopfschmerzen

  • Schlafstörungen

  • Hitzewallungen und Schweißausbrüche

  • Zittrigkeit

  • Schwindel

  • Übelkeit

  • Konzentrationsprobleme

Was sind häufige Ursachen für innere Unruhe?

In den meisten Fällen kennen wir die Ursachen für innere Unruhe bereits – zum Beispiel eine anstehende Prüfung, Lampenfieber oder eine Urlaubsreise. Manchmal gesellt sich sogar freudige Erwartung dazu. Ähnlich klar sieht es bei einem hohem Kaffeekonsum oder dem Verzicht auf Nikotin aus. Spätestens wenn die Ursache der inneren Unruhe abgehakt ist, lässt das Gefühl auch wieder nach.

Anders ist es jedoch, wenn sich über einen längeren Zeitraum keine Entspannung einstellen will. Dann kann die Lebensqualität zunehmend unter der ständigen Nervosität leiden. Betroffene fühlen sich aufgrund der Anspannung erschöpft, kraftlos, gereizt und finden in der Nacht keinen Schlaf. Dann sollte man mögliche Erkrankungen als Ursachen der inneren Unruhe ärztlich abklären lassen.

 

Gründe für innere Unruhe auf einen Blick:

  • Ängste, Probleme oder Krisen
  • Zu viel Koffein, Nikotin oder Alkohol
  • Niedriger Blutdruck oder Herzprobleme
  • ADHS (auch im Erwachsenenalter)
  • Unterzuckerung
  • Stoffwechselerkrankungen (z.B. Schilddrüsenüberfunktion)
  • Psychische Erkrankungen (z.B. Depressionen oder Persönlichkeitsstörungen)
  • Bestimmte Medikamente oder Medikamentenentzug

Innere Unruhe nach dem Essen

Nach dem Essen verspüren viele Menschen innere Unruhe. Ursachen dafür können verschiedener Natur sein. Einige Lebensmittel lösen tatsächlich innere Unruhe nach dem Essen aus. 

Kaffee als Ursache innerer Unruhe

Allen voran Kaffee, Alkohol, Schwarztee oder große Mengen Zucker. Spätestens wenn die Wirkung dieser Lebensmittel nachgelassen hat, sollte es aber wieder vorbei sein mit der inneren Unruhe.

Ursachen für Nervosität könnten auch andere Nahrungsbestandteile sein: Einige Zusatzstoffe wie Natriumglutamat, bestimmte Lebensmittelfarben oder der Süßstoff Aspartam stehen im Verdacht, Stress auszulösen. Daher gilt auch bei Lebensmitteln die Devise, dass eine ausgewogene Ernährung mit vielen frischen Zutaten einer großen Menge industriell verarbeiteten Lebensmitteln vorzuziehen ist. 

Was hilft bei innerer Unruhe?

In vielen Fällen verschwindet innere Unruhe von selbst, wenn die Ursachen der Nervosität abgehakt sind – zum Beispiel nach einer Prüfung, einem Vortrag oder einem schwierigen Gespräch. Manchmal ist die Ursache der inneren Unruhe auch nicht ersichtlich oder wir sind uns dieser nicht bewusst. Dann kann es helfen, sich einen Moment Ruhe zu gönnen und in sich hineinzuhorchen.

Wird das Gefühl innerer Unruhe zu einer dauerhaften Empfindung oder gesellen sich andere Symptome, wie zum Beispiel Darmprobleme, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen hinzu, kann ein Besuch beim Arzt ratsam sein.

Auch wenn man die Ursache der inneren Unruhe von jetzt auf gleich nicht ändern kann, gibt es dennoch Möglichkeiten, der Nervosität entgegenzuwirken. Versuchen Sie sich in Entspannung statt Anspannung:

  • Entspannungstechniken
  • Keine koffeinhaltigen Getränke und Zucker in Maßen
  • Bewegung
  • Tageslicht und frische Luft
  • geregelter Schlafrhythmus
  • wiederkehrende Routinen
  • Massagen
  • Entspannungstees (z.B. Baldrian oder Melisse)
  • Ein warmes Bad
  • Lieblingsmusik anmachen
  • Achtsamkeit
  • Gespräche
  • pflanzliche Präparate

Quellen:

Stada: Patientenratgeber „Gesunde Verdauung gesundes Leben“.

Deutsche Akupunktur Gesellschaft: www.deutsche-akupunktur-gesellschaft.de (Abgerufen am 20.03.2020)

Praxisvita: Reizbarkeit und innere Unruhe? Wenn Essen nervös macht. https://www.praxisvita.de/wenn-essen-uns-nervoes-macht-318.html (Abgerufen am 20.03.2020)

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